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Hamm Piercing Studios
Welchen Schmuck kann man wählen?
Eine EU-Richtlinie schreibt vor, dass heute zum erstmaligen Einsatz nur noch Schmuck zugelassen ist, der
weniger als 0,05 % Nickel enthält (die meisten Stahllegierungen erfüllen diese Anforderung nicht). Als empfehlenswert gilt darüber hinaus Schmuck aus reinem Titan, Gold oder Platin. Schlägt der Piercer chirurgischen Stahl (Nickelbelastung 13 Prozent) vor, sollte man besser die Hände von diesem Studio lassen.
Billige Stücke enthalten oft Stoffe wie Nickel, Chrom oder Kobalt, die Allergien auslösen können.
Zum Piercen werden vorzugsweise Stäbe mit zwei verschraubten Kugeln an den Enden (Barbells) oder Ringe mit Klemmkugel (Ball Closure) verwendet. Diese sind in verschiedenen Durchmessern und Materialstärken erhältlich (Standard: Drahtstärke von 1,6 Millimetern). Sie sollten unbedingt auf die zu piercende Körperstelle abgestimmt sein.
Ein zu kurzer Kugelstift auf der Zunge kann z.B. zu Problemen führen, wenn die Zunge nach dem Durchstechen anschwillt. Der ausgewählte Schmuck muss also immer eine nachfolgende Schwellung berücksichtigen.
Verursacht das Piercen große Schmerzen?
Bei der Intensität des Schmerzes spielt es eine große Rolle, an welcher Stelle des Körpers das Piercing angebracht wird:
So sind weiche Stellen (Zunge oder Ohrläppchen) weniger schmerzempfindlich als Knorpelgewebe (z.B. Ohrknorpel) oder die besonders empfindlichen Stellen an den Genitalien (z.B. Klitoris oder Penis). Wer sehr schmerzempfindlich ist, sollte bedenken:
Die Möglichkeiten zum örtlichen Betäuben sind beim Piercen gering, weil die Ausführenden von Rechts wegen keine Injektionen geben dürfen.
Wie lange dauert die Heilung?
Der Heilungsprozesses ist von verschiedenen Faktoren wie Schmuckmaterial, Hygiene, Pflege, Gesundheitszustand des Gepiercten und natürlich der Körperstelle abhängig: Während die gut durchbluteten Schleimhäuten und Intimpiercings mit regelmäßigem Kontakt zum eigenen Urin gut verheilen, gestaltet sich der Prozess bei Knorpelgewebe langwieriger. So heilt die Zunge in etwa zwei bis vier Wochen ab, die Lippe in vier bis acht Wochen, die Augenbraue in sechs bis acht Wochen. Brustwarze, Bauchnabel und Ohrknorpel dagegen brauchen mindestens zwei bis sechs Monate um in Ruhe abzuheilen - und unter der Voraussetzung, dass die Abheilung unkompliziert verläuft.
Wie wird das Piercing gepflegt?
Nach dem Piercen muss der umgebende Körperbereich sehr sauber gehalten werden. Er wird deshalb zweimal am Tag mit einer antibakteriellen Seife, einem milden Wund- und Schleimhautdesinfektionsmittel (nicht länger als zwei Wochen) oder Kamillelösung gereinigt. Beim Waschen sollte man vorsichtig sämtliche Rückstände und Krusten von der Körperstelle und vom Schmuck entfernen und alles gründlich abspülen. Salzwasser löst Verkrustungen leichter (ein Teelöffel Salz auf vier Tassen Wasser). Ansonsten gilt:
Reinigen: Vermeiden Sie die Anwendung von scharfen Waschsubstanzen und Alkohol. Sie greifen die Haut an und trocknen sie aus.
Hände waschen: Fassen Sie das Piercing nie mit ungewaschenen Händen an.
Kleidung: Tragen Sie immer saubere Kleidung und wechseln Sie die Bettwäsche jede Woche. Tragen Sie keine zu engen Kleidungsstücke und verzichten Sie beim Bauchnabelpiercing auf große Gürtel.
Bei Ohrpiercing sollten Sie das Telefon und Brillengestelle mit Alkohol reinigen.
Schlafen Sie beim Bauchpiercing möglichst nicht auf dem Bauch.
Öffentliche Bäder, Whirlpools und heiße Wannenbäder sollten während der Heilungszeit tabu sein.
Beim Zungen- und Lippenpiercing sollten Sie neben der normalen Zahnpflege zusätzlich ein antibakterielles Mundwasser ohne Alkohol verwenden. Reinigen Sie Zähne und Mundraum nach jedem Essen.
Was muss rechtlich beachtet werden?
Bei Piercings muss, wie bei einer medizinischen Operation, eine Einverständniserklärung unterschrieben werden. Minderjährige brauchen das Einverständnis ihrer Eltern.
Wer sich ein Piercing machen lässt, muss das natürlich aus eigener Tasche zahlen. Bei Folgekomplikationen übernahm bisher die Krankenkasse die Kosten. Mit der Gesundheitsreform hat sich das geändert. Jetzt holt sich die Kasse das Geld für die Behandlung von den Versicherten wieder zurück.
Piercing - Studio, Beratung, Verkauf und Einsetzen von Körper- und Intimschmuck
Welchen Schmuck kann man wählen?
Eine EU-Richtlinie
schreibt vor, dass heute zum erstmaligen Einsatz nur noch Schmuck zugelassen
ist, der weniger als 0,05 % Nickel
enthält (die meisten Stahllegierungen erfüllen diese Anforderung nicht). Als
empfehlenswert gilt darüber hinaus Schmuck aus reinem Titan, Gold oder Platin.
Schlägt der Piercer chirurgischen Stahl (Nickelbelastung 13 Prozent) vor, sollte
man besser die Hände von diesem Studio lassen.
Billige Stücke enthalten oft Stoffe wie Nickel, Chrom oder Kobalt, die Allergien
auslösen können.
Zum Piercen werden vorzugsweise Stäbe mit zwei verschraubten Kugeln an den Enden
(Barbells) oder Ringe mit Klemmkugel (Ball Closure) verwendet. Diese sind in
verschiedenen Durchmessern und Materialstärken erhältlich (Standard: Drahtstärke
von 1,6 Millimetern). Sie sollten unbedingt auf die zu piercende Körperstelle
abgestimmt sein.
Ein zu kurzer Kugelstift
auf der Zunge kann z.B. zu Problemen führen, wenn die Zunge nach dem
Durchstechen anschwillt. Der ausgewählte Schmuck muss also immer eine
nachfolgende Schwellung berücksichtigen. Verursacht das Piercen große Schmerzen?
Bei der Intensität des Schmerzes spielt es eine große Rolle, an welcher Stelle
des Körpers das Piercing angebracht wird:
So sind weiche Stellen (Zunge oder Ohrläppchen) weniger schmerzempfindlich als
Knorpelgewebe (z.B. Ohrknorpel) oder die besonders empfindlichen Stellen an den
Genitalien (z.B. Klitoris oder Penis). Wer sehr schmerzempfindlich ist, sollte
bedenken:
Die Möglichkeiten zum örtlichen Betäuben sind beim
Piercen gering, weil die Ausführenden von Rechts
wegen keine Injektionen geben dürfen. Wie lange
dauert die Heilung?
Der Heilungsprozesses ist von verschiedenen Faktoren wie Schmuckmaterial,
Hygiene, Pflege, Gesundheitszustand des Gepiercten und natürlich der
Körperstelle abhängig: Während die gut durchbluteten Schleimhäuten und
Intimpiercings mit regelmäßigem Kontakt zum eigenen Urin gut verheilen,
gestaltet sich der Prozess bei Knorpelgewebe langwieriger. So heilt die Zunge in
etwa zwei bis vier Wochen ab, die Lippe in vier bis acht Wochen, die Augenbraue
in sechs bis acht Wochen. Brustwarze, Bauchnabel und Ohrknorpel dagegen brauchen
mindestens zwei bis sechs Monate um in Ruhe abzuheilen - und unter der
Voraussetzung, dass die Abheilung unkompliziert verläuft.
Wie wird das Piercing gepflegt?
Nach dem Piercen muss der umgebende Körperbereich sehr sauber gehalten werden.
Er wird deshalb zweimal am Tag mit einer antibakteriellen Seife, einem milden
Wund- und Schleimhautdesinfektionsmittel (nicht länger als zwei Wochen) oder
Kamillelösung gereinigt. Beim Waschen sollte man vorsichtig sämtliche Rückstände
und Krusten von der Körperstelle und vom Schmuck entfernen und alles gründlich
abspülen. Salzwasser löst Verkrustungen leichter (ein Teelöffel Salz auf vier
Tassen Wasser). Ansonsten gilt: Reinigen: Vermeiden Sie die Anwendung von
scharfen Waschsubstanzen und Alkohol. Sie greifen die Haut an und trocknen sie
aus. Hände waschen: Fassen Sie das Piercing nie mit ungewaschenen Händen an.
Kleidung: Tragen Sie immer saubere Kleidung und wechseln Sie die Bettwäsche jede
Woche. Tragen Sie keine zu engen Kleidungsstücke und verzichten Sie beim
Bauchnabelpiercing auf große Gürtel. Bei Ohrpiercing sollten Sie das Telefon und
Brillengestelle mit Alkohol reinigen. Schlafen Sie beim Bauchpiercing möglichst
nicht auf dem Bauch. Öffentliche Bäder, Whirlpools und heiße Wannenbäder sollten
während der Heilungszeit tabu sein.
Beim Zungen- und Lippenpiercing sollten Sie neben der normalen Zahnpflege
zusätzlich ein antibakterielles Mundwasser ohne Alkohol verwenden. Reinigen Sie
Zähne und Mundraum nach jedem Essen.
Was muss rechtlich beachtet werden?
Bei Piercings muss, wie bei einer medizinischen Operation, eine
Einverständniserklärung unterschrieben werden. Minderjährige brauchen das
Einverständnis ihrer Eltern. Wer sich ein Piercing machen lässt, muss das
natürlich aus eigener Tasche zahlen. Bei Folgekomplikationen übernahm bisher die
Krankenkasse die Kosten. Mit der Gesundheitsreform hat sich das geändert. Jetzt
holt sich die Kasse das Geld für die Behandlung von den Versicherten wieder
zurück.
Das Bauchnabelpiercing wird
üblicherweise in die Hautfalte, die den Bauchnabel umgibt, oberhalb oder
unterhalb des Nabels gestochen und sitzt vertikal. Die am weitesten verbreitete
Variation dieses Piercings liegt am oberen Rand.
Es gibt noch eine weitere Variante, in der das Piercing horizontal durch die den
Bauchnabel umgebende Hautfalte gestochen wird, diese Art des
Bauchnabel-Piercings ist allerdings anfälliger für Komplikationen. Zum Einsatz
wird meist ein Curves Barbells verwendet.
Als Ersteinsatz ist ein Ball Closure Ring weniger geeignet, da es verstärkt zu
Infektionen kommen kann. Bei Problemen empfiehlt sich der Einsatz von
Bauchnabelsteckern aus PTFE-Material. Dieses ist zum einen weich und beweglich,
zum anderen allergieneutral. Die Motive oder Verschlusskugeln lassen sich
einfachst aufschrauben - das Gewinde schneidet sich in das weiche Material ein.
Besonders im Rahmen der Schwangerschaft, wenn sich die Bauchdecke nach aussen
wölbt, ist der Einsatz von 20 mm langen PTFE-Steckern zu empfehlen.
Diese sind in 1,6 mm Stärke auch als Schnurmaterial erhältlich und können
individuell angepasst werden. Pflege und Heilung Das Bauchnabel-Piercing ist
eines der Piercings, die am umständlichsten heilen, da der Bauchnabel bedingt
durch das Laufen, Bücken und die Kleidung sehr vielen Reizen ausgesetzt ist.
Dieses Piercing bedarf intensiver Pflege. Ein frisches Piercing wird meist für
zwei Tage mit einem sterilen Verband bedeckt um die Wunde vor Entzündungen zu
schützen.
Danach sollte man bis zur vollständigen Abheilung
2-3 mal täglich (am
besten morgens und abends) den oberen und unteren
Rand des Piercings mit einer desinfizierenden Lösung betupfen und das Piercing
so verschieben, dass die Lösung auch in den gestochenen Kanal gelangt.
Die Lösung sollte man etwas einwirken lassen und dann mit einem Einmal-Tuch
trocken tupfen. Schließlich kommt etwas entzündungshemmendes Gel auf die Wunde.
So gelingt die Wundheilung am schnellsten. In den ersten Wochen sollte man
öffentliche Schwimmbäder, Saunen, Solarien und andere Sonnenbäder meiden, da das
Entzündungsrisiko durch Bakterien zu groß ist.
Die Heilung dauert etwa zwei bis sechs Monate, kann
jedoch in Einzelfällen über ein Jahr dauern. Bei einem neu gestochenen Piercing
sollte der Schmuck bis zu vollständigen Abheilung nicht ausgewechselt werden.
Beim Stechen wird oft ein Stab eingesetzt jedoch ist zum Ring kaum ein
Unterschied. Beides hat seine Vor- und Nachteile.